Premiere

für mein neues rotes Blinklicht. Und es hat sich sowas von bewährt, auf meiner knapp 2-stündigen Reise durch die eingemeindeten Orte Stavenhagens.

Wieder musste der lange Lauf auf den Nachmittag verschoben werden, dafür war am Morgen Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens. Ich hatte heute endlich mal meine vermisteten Laufschuhe einer Generalreinigung zu unterziehen und ihrem hölzernen Schuhkarton, sprich Schuhschrank, gleich mit. Bei diesem Reinigungsvorgang hat es leider ein Paar nicht überlebt.

Copyright by http://www.exfreundin.haweso.ch/Meine wunderschönen, blauen Mizuno Precision 9 kamen in die Tonne. Nach 15 Monaten und nur 500 km Laufleistung waren sie einfach fertig. Ist eben ein Wettkampfschuh für die kürzeren Distanzen oder für „Spargel“, die sich mit ner Kofferwaage wiegen. Jedenfalls hat die Wave Sohle für mich zu wenig Stabilität. Die Hacken waren mehr als schief … Platz für was Neues.

Bei uns hat der Winter Einzug gehalten. Die Temperaturen liegen unter dem Gefrierpunkt und mittlerweile haben wir eine 2 cm hohe, geschlossene Schneedecke. Soll aber auch in anderen Gegenden dieses Landes so sein. Nach ordentlicher Regeneration machte ich mich dann mit kompletter Long Jogg Montur auf die Strümpfe.

Die ersten Meter hatte ich erst mal mit meinem rechten Fuß zu tun, hatte mir am gestrigen Abend ein bisschen was festgelaufen. Nach Änderung der Schnürung wars perfekt und es lief. Er lief und zwar in Richtung Waren. Da man bei dem Sauwetter keinen Hund vor die Tür jagt, traf ich auch nur welche innerhalb „ihrer“ Grundstücke. Menschliche Wesen befanden sich in ihren Autos, die mich überholten oder mit entgegenkamen.

In Krummsee verließ ich die viel befahrenen Wege, was aber durch mein kleines rotes Blinklicht (Geschenk vom Landschaftsflitzer) keine Gefahr mehr darstellte. Hier nun begann der verschneite Teil der Strecke, zumindest stellten sich erste, leichtere Verwehungen ein. Nach knapp 10 Kilometern erreichte ich Ritzerow und nachdem ich die B104 gequert auch den fühlbar höchsten Teil der Strecke (km 10,74). Jetzt gings nur noch bergab, so die Intuition.

Knapp 3,5 km später ist die wirklich höchste Stelle erreicht

Also gönnte ich mir erst mal ne Packung „Fensterkitt“. Hm, heute mit Schokoladenmantel … lecker. Nach 3 Kilometern Einsamkeit und mittlerweile eingeschalteter Frontbeleuchtung, heute in der Trinkweste verbleibend, gings die Waldstrecke nach Klockow. Meine Füße fanden den rechten Weg und so kam ich unfallfrei durch den leicht verschneiten Pfad. Nach 15 Kilometern breitete sich die Stavenhagener Tiefebene 😉 vor mit aus. Bis hierher kannte meine Muskulatur ja die Belastung und hielt auch stand. Bange Fragen nach der kommenden halben Stunde kamen auf. Doch ich hatte gar keine Zeit, lange rumzugrübeln, setzte doch leichter Schneefall ein. So waren die Fußwege glatt, die Straße freigefahren… perfekt für mich. Da ich mittlerweile vorne weiß und hinten rot blinkte /wie ein Wreihnachtsbaum?) wichen die Autos schon sehr zeitig auf die Straßenmitte aus. So gefiel mir das und ich erreichte unbeschadet, zufrieden, gesund aber geschafft den heimischen Hof. Das Herzilein schlug heute ein wenig heftiger, dafür hatte ich aber keine (leichten) Erfrierungen an Oberschenkeln und Fingern.

Meine 20 km gingen nach 1:53 Std. (5:41 min/km) zu Ende. Wenn am vorletzten Lauftag der Woche bereits 65 km im Lauftagebuch stehen, dann finde ich das wirklich erquickend. Morgen noch ein kleines Sauerstoffläufchen … dann kann er los gehen, der Frühjahrsmarathontrainingsplan.

Wirklich herrlich diese GoggleEarth-erei. Wie haben wir uns nur vor dem Internetzeitalter und vor Freigabe des GPS orientiert?

Meine 20 km Runde (Copyright by SportTRacks 3.0 und Microsoft und ...)