CCC 2014 Stenogramm: Die ersten Tage fliegen dahin

Nach meiner Ankunft in Chamonix, ich fuhr nach meiner Landung am Flughafen Genf mit dem Direktbus ins Bergstädtchen, erreichte ich kurze Zeit später unser gemeinschaftliches Tippi am Fuß des Bosson Gletschers.

Der Abend verging, wie im Fluge. Meine Gastgeber/ Mitreisenden hatten sich rührend um die Unwichtigkeiten des Hüttenlebens gekümmert und ehe man den Tag richtig genießen konnte, war er auch schon vorbei.

Am Sonntag dann ein Traumwetter, was uns auf den „Brévent“ hinauf führte. Zunächst ging es mit einen Kabinenlift auf 2000 Meter Höhe. (Man ging mir die Düse, höhenfest, wie ich bin) Anschließend mit einer 60 Personen fassenden „Straßenbahn“ die restlichen 500 Höhenmeter hinauf. Der Ausblick gigantisch und das Smartphone kam kaum mit dem Speichern der aufgenommenen Fotos hinterher.

Traumhaft

Traumhaft

So etwas schönes hatte ich lange nicht gesehen. Unglaubliche Ausblicke auf das Mont Blanc Massiv boten sich unseren staunenden Augen. Um vor lauter Staunen das Besuchsziel nicht aus den Augen zu verlieren, joggten Uwe und ich bis kurz zur 2000 Meter ü NN, der Umsetzstelle der Seilbahn, um anschließend den gleichen Weg wieder hinauf zu laufen/speedwandern. Knapp 400 Höhenmeter jeweils hatten wir gespeichert.

Am Nachmittag dann fuhren wir nach Champex-Lac. Hier liefen wir ein Teilstück des CCC/UTMP bis kurz vor Trient. Mein Mageninhalt durfte in Champex bleiben. Bergstraßen sind aber auch schädlich fürs Gleichgewichtsorgan. Nach 1:55 min hatten wir den Abschnitt abgelaufen und ich meinen ersten Alpenlauf absolviert. Schön aber anstrengend.

Warten auf die bodencrew. Auch hier: perfekter Job. Danke.

Warten auf die bodencrew. Auch hier: perfekter Job. Danke.

Darauf folgte am nächsten Tag noch ein weiterer Lauf. Auch hier waren An- und Abfahrt recht mühseelig, um die knapp 16 km über den 2500 Meter hohen Pass von La Contamines nach Les Chapieux zu laufen. Nicht auf meiner Strecke des CCC, aber dennoch ein gutes Training. Höhenmeter nicht nur in die Beine, auch in den Kopf zu bekommen.

Postkarte ...

Postkarte …

Es lief schon wesentlich besser, als noch Tags zuvor. Na ja, meine Energie lag auch nicht im Straßengraben eines Parkplatzes 😉 Das Ende des Ausfluges wurde nach 900 Höhenmetern Downhill erreicht. Da wurde am Abend schon mal die Pferdesalbe aufgetragen, um unerwünschten Nebeneffekter vorzugreifen.

Hinauf auf den Sattel. Von dort nur noch 100 hm

Hinauf auf den Sattel. Von dort nur noch 100 hm

Nach der Hütte nur noch bergab ins Tagesziel, wo Birgit bereits mit dem Auto wartete ... Danke für die Bodencrew!

Nach der Hütte nur noch bergab ins Tagesziel, wo Birgit bereits mit dem Auto wartete … Danke für die Bodencrew!

Mittlerweile war auch die zweite Crew unserer Delegation in Chamonix eingetroffen und so war klar. Am Dienstag musste ein gemeinsamer Lauf her. Schnell war ein Treffpunkt ausgemacht und die Läuferschar versammelte sich am Col den Montets zum gemeinsamen Schlussanstiegstraing. Alle hatten sich optimal vorbereitet, lediglich daer Himmel war es nicht. Es schüttete ohne Unterlass und die Regenbekleidung war ein muss.

Alle Mann an Bord. Unsere Reisegruppe zum CCC / UTMB

Alle Mann an Bord. Unsere Reisegruppe zum CCC / UTMB

Knapp 850 Höhenmeter ging es zum La Flégère hinauf, um anschließend 1200 Höhenmeter ins Tal zu stürzen. Der Ausflug gleich dann eher einem Wasserung, denn einem Lauf. Ich hatte noch nie soviel Wasser auf einem einzigen Trail gesehen. Es war unglaublich und hinter jeder Biegung, über jedem Hügel wartete eine neue Überraschung auf uns.

Nach gut 2:20 Std. hatte der Badespaß ein Ende und wir waren gut geschafft. der überwiegende Teil war es jedenfalls.

Hier ein paar Impressionen unseres „Badespasses“. Unglaublich, wo man überall trailrunnen kann. Das Copyright der Bilder hält Mathias Klemm

Anfangs moderat

Anfangs moderat

 

stieg der Abenteuerfaktor

stieg der Abenteuerfaktor

nach jedem Höhenmeter

nach jedem Höhenmeter

permanent an.

permanent an.

Dusche während einer "Bachquerung" Hier André

Dusche während einer „Bachquerung“ Hier André

der Spaß blieb aber nicht auf der Strecke, wie man vielleicht vermuten könnte.

der Spaß blieb aber nicht auf der Strecke, wie man vielleicht vermuten könnte.

Nach  verletzungsfreier Rückkehr und ausgiebiger Dusche versammelten wir uns anschließend auf dem „Weihnachtsmark der Trailrunner“ in Chamonix. Ein wirklich erlebnisreicher Tag endet, der nur noch durch das Event selbst zu toppen ist.

Ich wünsche euch allzeit ne Handbreit Wasser unterm Trailschuh.

Ein Kommentar:

  1. Pingback:The same procedure as every year, chamonix … eine kleine „Insta“-story –   Trailrunning nicht nur im Norden

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