Geburtstag der Ultratrailrunner

Heute um 10:00 Uhr MEZ war es wieder soweit. Die Auslosung zu Europas größtem Trailrunningfestival wurde bekannt gegeben. Nach meinem Projekt  „3 points“ aus 2014 hatte ich gut vorgesorgt und egal, wie es in den Folgejahren läuft genug Punkte, ihren Abschluß zu machen. Oh, da bin ich wohl etwas abgeschweift 😉

Pünktlich zum Anmeldestart, ich war mal wieder laufend wochenenden, meldete ich mich an. Warum tut man das? Ist doch diese Werbeveranstaltung. Das muss man nicht haben. Es gibt doch zig andere Veranstaltungen … und dann dieses Punkte sammeln. Das braucht keiner.

So dachte auch ich, als ich mich in 2013 für den CCC in 2014 anmeldete. Mal schauen, was das dort ist. Und wenn Du einmal dort warst, dieses Flair erlebst, diese Strecke läufst, willst Du es. Es ist eine Sucht, die dich befällt. Ja, es gibt sie, die Trailsucht. Hier kommt sie auf. Tausende trailrunner, die nur hier laufen wollen, die alles diesem Event unterordnen. So etwas gibt es in dieser Dimension nur hier. Und wen man auch fragt. Die überwiegende Mehrheit kommt nicht mehr von los. Es sind die Gleichgesinnten, gleiche Qual für alle, gleiches Glück für alle. Und gleiche Enttäuschung für alle. Emotionen pur davor, mittendrin und noch Wochen danach.

Und so folgte nach dem finish des „CCC“ in 2014 der „TDS“ in 2015 und schließlich der „UTMB“ in 2016. Zwischendurch bin in zwei Mal den „Mont Blanc 80“ gelaufen. Sowohl den UTMB als auch den letzten „Mont Blanc 80“ habe ich nicht im Ziel gefinished. Seit den Nächten beim UTMB2016 habe ich dafür Bilder, die immer im Kopf bleiben. Liest Du hier

In diesem Laufjahr hat die Wüste oberste Priorität. Wüstenlaufen ist wohl völlig anders. Schon die Vorbereitung allein. Ich habe noch nie soviel Zeit in Ausrüstung, Studium von Laufberichten, Recherche und Vorbereitung gesteckt, wie in dieses Projekt. Zum Laufen kommt man gar nicht 😉 Ja, es kostet auch ein paar Euro. Autos kosten auch Geld und Häuser finanzieren auch. … Thema Ende.

Nach dem UTMB klafft ein großes Loch. Das ist so, wenn man das erste Mal dort ist, fast zwei Nächte gelaufen, gelitten, geeindrückegesammelt. CCC und TDS sind schon krass. Doch die Königsdisziplin ist bleibend. Nun kann ich erneut an den Start gehen, kann finishen. Bis Trient ist eine Verbesserung. Bis Vallorcine unglaublich. Bis nach Chamonix der Trailhimmel. Es gilt zu entscheiden, ob ich noch einmal die Vorbereitung auf mich nehme. Nach dem Wüstenprojekt. Wieder Berge, Berge, Berge. Unter 50000 Höhenmeter Training sollte man sich nicht an den Start stellen. Der Spaß wäre zu schnell zu Ende. Physisch sollte man gewappnet sein. Mann ist keine 40 mehr … Was letztendlich die Psyche mit Dir macht, ist nicht planbar. Freitag, 01.September 18:00 Uhr Chamonix? Will ich das wirklich noch einmal? Ich muss es entscheiden … kurzfristig.

Zunächst steht der positive Losentscheid auf der Habenseite … Und dann immer diese Videos …

 

 

5 Kommentare:

  1. Du musst … Du weißt ja, dass Du gesperrt werden könntest, wenn Du nun die Anmeldung nicht abschließt.
    Also: ran an den Berg, rauf auf die Hügel und rundherum wieder nach Chamonix.

    Kein Lauf ist schöner, keiner ist besser organisiert, keiner ist näher am Trailhimmel.

    Ich feure Dich dann an!

    TOM

  2. Glückwunsch zur Auslosung…
    …ich denke das wird schon und du wirst an der Startlinie stehen und das Ding nach Hause laufen!

    Die Daumen sind gedrückt! Krachen lassen!

  3. Pingback:Es geht wieder los. –   Trailrunning nicht nur im Norden

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