Bootcamp Mallorca und noch ein bisschen mehr – CxM Serra Nord

Immer wieder bin ich auf der Suche nach neuen Trainings Locations. Mit Mallorca hatte ich aber (ehrlich gesagt) überhaupt nicht geliebäugelt, als ich eines Abends mal wieder beim obligatorischen Check von Hotel- und Flugpreisen in allen möglichen Destinationen unterwegs war. Das Trailreisebüro schläft ja bekanntlich nie 😉 

Dann eben dieses Angebot, das dir einen Flugpreis zu dem der Tagesmiete für ein Usedom-Rad offeriert. Also dann doch mal für ein Wochenende in die Tramuntana gereist. Angebot und Gefallen bestimmen die Auswahl.

Schnell noch mal ein wenig rumrecherchiert, was denn die mallorquinische Trailrunningszene an dem Wochenende macht und zack … War die Anmeldung raus zum 2. „CxM Serra Nord“.

Schnell noch mal nach dem Wetter geguckt, denn die erste Austragung war kalt und schneereich. Schlimmer als in Deutschland kann es auch nicht kommen. Die Wetterfrösche prophezeiten 5-8 Grad und leichten Regen, was dann heißt Frost in den Bergen und ggf. Schneefall. O.K. Das passte ja schon mal perfekt. 🙁

In jedem Fall musste ich mein Training nicht allein bestreiten und was zu trinken und zu futtern gab es auch noch. Ich muss gestehen, der Startpreis nicht ganz so attraktiv, wie erwartet. Der Aufwand aber auch immens, wenn man ein Punkt zu Punkt Rennen veranstaltet, was noch dazu in den „Bergen“ stattfinden. Lasst es mich vorab sagen, es war jeden Cent wert!!!

Noch ein wenig aufwärmen

Schnell hatte sich das mit der Startnummernausgabe nicht erledigt, war ich doch zunächst am falschen Ort. Erinnerte mich ganz stark an meinen ersten Bluetrail, als die Ausgabe im Keller des Hauptsponsors war. Hatte ich seinerzeit eine Adresse, hatte ich heute nur einen Namen.

Alles funktionierte dann aber perfekt und die Ausgabe der Startnummern kurz vorm Start ist auch eine (undokumentierte) Option.

Mein Bett für eine Nacht stand im nur 6 km entfernte Port de Pollenca. Somit konnte ich ausschlafen … der Wecker klingelte um 04:30 Uhr. 😉 schnell war die Laufsachen übergeworfen, ein Fläschlein Kaffee geleert und die üblichen, kaufbaren Frühstückscerealien vermittelten ein Gefühl von satt fürs erste.

Anreise durch den Tunnel nach Soller

Die Shuttlebusse, welche die Läufer vom Zielort Pollenca zum Start nach Soller bringen sollten, waren bereits 10 min vor Abfahrt zum kommunizierten Abfahrtspunkt. Ist eben doch ganz schön deutsch, diese Insel. Auf den Kanaren hätten sie um 5 min nach der Abfahrt erst mal die Schilder für die Haltestellen angebracht, 😉 und es funktionierte auch dort, wie am Schnürchen.

Der deutsche Trailrunner konnte sich gleich auf den Sightseeing Stuhl im Bus platzieren. War aber auch eigentlich egal, da ich sowieso die ganze Zeit geschlafen habe. Ja, ich war etwas angemüdet. Wir starteten dann wenigstens erst zwanzig nach sechs mit der Inselbusreise. Ich war beruhigt, denn läufts zu perfekt, ist auch was faul 😉

An der Tankstelle in Soller wurde der Bus entleert und der 2 km Marsch zum Startpunkt begann, morgens, kurz nach sieben sockten an die 80 Läufer durch die Gassen der kleinen Stadt im Tal der Täler. Viele andere Läufer waren bereits im Startgelände versammelt, als unsere kleine Karawane die Bar mit der Außenbeschallung des Veranstalters erreichte.

Im Saal herrschte nicht nur eine voltarenschwangere Luft, nein es war mollig warm. Ich verstaute meine Daune und die winddichte Jacke in meinem Beutelchen, der hoffentlich den Weg ins Zielgebiet fand. Im Kleintransporter verstaut war er zunächst einmal.

s geht loooos … Pünktlichst …

Und dann ging alles ganz schnell. Alles, was laufwillig war, verließ den kleinen Hof und blockierte die Straße. Ich schaltete den MP3-Player ein, „Scooter“ sollte mich den Startanstieg auf knapp 900 hm bringen. Das Feld bewegte sich, ich drückte den Startbutton meiner Laufuhr und dann war ich auch schon drin. Drin im Lauf entlang der GR221, bekannt als der Weg der Trockenmauern, nach Pollenca. Ich kannte den Pfad aus diversen Trainings und dem damals noch stattgefundenen „Ultra Sierra de Tramuntana“ über 112 km. Mittlerweile gibts ein Nachfolgeprojekt. Ist länger (125k) und umgeht den Puig de Teix. Hm. Schade.

erst mal hooooch …

Schnell waren die Randlagen von Soller durchlaufen, immer auf Asphalt. Zur Erwärmung nicht so schlecht. Immer leicht ansteigend erreichten wir nach 2 Kilometern den berühmt, berüchtigten Treppenweg, der zum Le Ofre hinaufführt. Ganze 7 Kilometern vom Start an sollte es dauern, bis man den Hauptanstieg des Laufes erklommen hat.

Alle waren frisch und hoch motiviert. Ich fand einen guten Rhythmus, der mich hoffentlich nach 2 Stunden zum ersten Checkpoint (Cutoff 3h) bringen würden. Leider hatte ich keine Stöcke dabei und ohne kann ich eigentlich (fast) gar nicht mehr. Also mühte ich mich redlich, den Anschluss an die am Stock Gehenden nicht zu verlieren. Vergeblich. Aber gut. Offiziell soll bei Regen gar nicht mit Stöcken gelaufen werden und ansonsten nur mit Gummikappen an den Spitzen. Und da wir Deutschen ja so gründlich sind, machen wir das. Der mallorquinische Trailer sieht das nicht so eng und macht nach Gusto. Richtig so, denn wer checked eigentlich die Wanderer 😉 Watt mutt, datt mutt.

Ich lag gut im Tempo. Für die Gesamtdistanz hat man 9 Stunden Zeit, was erst mal ganz komfortabel klingt. Aber auf dem Weg der Trockenmauern liegen die Mauern offensichtlich auf dem Weg. Geröll gibt es reichlich. Auch Passagen mit festgewachsenem Geröll oder ein wenig verblockt. Etwas Schlamm, wenn das Bachbett den Weg der Wanderer nimmt und also eigentlich immer Steine. Das wusste ich noch, wie ich damit klarkommen würde, nicht.

Höhenprofil … nicht die ganze Wahrheit

Vorerst waren wir ja auf gepflastertem Weg unterwegs, der nach 6 Kilometern (ab Start) dann endlich aufhörte. Die fehlenden Höhenmeter bis zum Pass de Le Ofre (oder wie er auch immer heißen mag) geht’s dann gemütlich Forstpiste, 500 Meter, bevor es dann durch den Wald gesingletrailed wird. Puh, endlich oben und freier Blick zum Cuber Stausee. Schnell noch mal die Position online gestellt. Hmm. Kein Netz. Keine Livetracking. Na gut. Man kann nicht alles haben.

Nun ja, muss die Community eben mal ein bissl warten. Der nun folgende downhill war der beste von allen. Sehr schnell erreichten wir die Wanderautobahn, die uns zum ersten CP am Font de Noguer bringen sollte. Dabei umrundeten wir, wider Erwarten, den Cuber-Stausee über die Seite, an der sich auch die Staumauer befindet. Bin ich noch nie gelaufen. Die linkte Seite war auch etwas sehr wässrig. Mittlerweile hatte sich die Sonne den Weg durch die Wolken gebahnt. Trotzdem hatte ich noch das lange Sweetshirt an und auch die Handschuhe wechselte gelegentlich aus dem Rucksack an die Hände. Frostbeule, ich. Aber wenn man‘s schon mitschleppt …

CP-1 Font de Nouger

Bevor mich die Kieselstraße so richtig nerven konnte, war sie auch schon vorbei. Irgendwo muss man sich ja auch mal an den Beutel fassen und die mitgeschleppte Verpflegung in sich rein stopfen. Beste Gelegenheit dafür. Am Ende des Weges, welche die Zufahrt zur Staumauer markiert, gab es die erste Zeitmessung. Zwei Stunden und ein paar Zerquetsche zeigte die Garmin. Das war ja mal eine Punktlandung. War auch ein böses „Gehetze“ für meine Zielstellung. Aber ein bissl Puffer auf die Ausschlusszeit hat noch nie geschadet. Den nächsten Streckenabschnitt wollte ich in 2:45 h schaffen. Dabei wird der höchste Streckenpunkte auf 1206 m erreicht und der geliebte Downhill zum Kloster Lluc steht an.

Zunächst aber folgten wir dem Wasserkanal bis zum Wanderschild „Font del Prat“) Nicht alles Wasser passte in den aus riesigen Betonfertigteilen bestehenden Kanal. So waren wir immer wieder gezwungen, einen schlamm- und wasserarmen Weg entlang der überdimensionalen Levada zu suchen. Nicht kritisches, aber man will ja so lange wie möglich trockene Füße behalten. Bisher gelangt mir das ganz gut. Der Pfad am Beton zieht sich ewig. Dafür belohnt der zunächst versteckte, dann aber freie Blick auf den Gorg Blau, den zweiten großen Stausee in der Tramuntana Norte.

Unterwegs gabs dann noch Kopfhörerverbot. Ob das nun ein Offizieller war oder nicht? Er tat zumindest sehr wichtig und … „Scooter“ nervte dann auch in der dritten Wiederholung 😉 Rein mit dem Strippengedöhns in den Rucksack.

Endlich erreichten wir den Wald und endlich ging es hoch. Auf knapp 500 Höhenmetern galt es nun das Massanella Massiv zu erklimmen. Dabei läuft man mehr oder weniger im Bachbett des weißnichtwiedasRinnsalheißt herum. Es ist glatt, frisch, nervig auf die Dauer.

Ich kam an meine Grenze für heute, was die manuelle Steigleistung ohne Stöcke anbetraf. Ich musste langsamer machen, wollte ich nicht irgendwann auf der Nase landen.

Es wurde wieder zunehmend frischer, je höher wir kamen. Die Handschuhe nun permanentes Kleidungsstück trotz Sonne. Ich hatte mich an die Fersen von zwei Einheimischen geheftet. Zumindest verlor ich sie bis auf 1100 hm nicht aus den Augen. Hier erreichten wir die Baugrenze, der Schlamm war zu Ende und es gab wieder Geröll. Dafür kann man den Sattel fast sehen, der das nahe Gipfelziel verkündet. Es wurde überholt und zurück. Langwellig war es in keinem Fall, nur etwas anstrengend. Ein kurzes Leiden.

Mein Roadbook sagte mir, dass wir bei km 17 den „Gipfel“ erreichen sollten. Und so war es dann auch. Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Weitblick über die gesamte Insel. Handy raus und knips, knips, knips, knips …. dito.

Lange wärte die Pause nicht, ich hielt Ausschau nach der Perlenschnur, die sich (nach meiner Erinnerung) am gegenüberliegenden Felsen an den Aufstieg machen sollte. Hmmm. Ich sah erst mal nix. Da war das wohl doch anders? Der Weg wurde verwachsen und es ging erst einmal wieder hinunter, wie vom Höhenprofil vorgesehen.

Erinnerungen an die Trainingswoche vor dem Ultra de Sierra de Tramuntana kamen auf, als ich hier oben (im Februar) im knietiefen Schnee rumgeirrt bin. Nur der Track wies damals den Weg. Wer geht auch bei Tiefschnee auf die Massanella? Hier Ich 😉 Man kann sich das Wetter nicht (immer) aussuchen.

Heute herrschten traumhafte Bedingungen. Die Handschuhe essential. Immer wieder verlor ich das Gleichgewicht, denn die unter dem „Kamelgras“ befindlichen Steine oder Schlamm sorgten für überraschenden Spaß und ließen mich immer öfter ins hüfthohe Gras greifen. Messerscharf die Halme. Manchmal muss man eben auch Glück haben, die richtige Ausrüstung dabei zu haben.

Es ging endlos hinab. Muskulär ging es mir (noch) ganz gut. Dennoch legte ich bei km 20 eine kleine Sightseeing Pause ein. In der Sonne bretzeln und Landschaft gucken. Perfekt, an einer kleinen, zerfallenen Hütte.

Keine 10 Minuten später war ich wieder auf dem Trail. Immer noch ging es der Küste entgegen. Ich hatte überhaupt keine Vorstellung mehr, wie weit wir runter mussten. Aber irgendwann wars gut. Der Weg kaum noch lauf bar und hinauf sowieso nicht. Mein Aufstieg! Kurz und knackig brachte uns auf den dritten und letzten Gipfel der Veranstaltung. Die Halbzeit des Laufes war erreicht. Nach 4 Stunden irgendeinpaarminuten muss das gewesen sein.

Nun ging es zunächst Höhe haltend zu einer kleinen Steinhaufenansammlung hinüber. Wanderer begegneten uns und spendeten Trost 😉 oder was auch immer.

Nun ging’s hinab. Zunächst wieder die bekannten mit „Kamelgras“ zugewachsenen Pfade um schließlich am Wendepunkt die (von unten sehr) imposant wirkende Steilwand hinunter zu laufen. Ein toller Geröllweg, den man bis auf ein paar Ausnahmen recht gut tippeln kann. Also in meiner Fortbewegungsgeschwindigkeitsgruppe.

Irgendwann geht es dann auch wieder bewaldet weiter und ehe man es sich versieht, hat man die Straße Kloster Lluc – Soller erreicht. Zuvor schloss noch eine Frauenlaufgruppe auf, die sich bereits von weitem sich lautstark ankündigte. Was die Lauberfreudigkeit anbetrifft sind die Spanier, Engländer und Iren ja seelenverwandt. Erst eine lautere Ansprache ließen die Stimmen verstummen.

Hinunter zum CP-2 am Kloster Lluc

Wir hatten mittlerweile das Kloster Lluc in Hörweite. Die Laufstrecke kam mir wieder bekannt vor. Mit 480 hm ist man erst mal weit unter, fast 700 hm waren wir nach unten geröllert. CP 2 befindet sich mitten in den Klostergängen. Herrlich. So mag ich es. Schnell noch die offizielle Zeitnahme. Gesamtlaufzeit 5:05 Stunden. Etwas langsam, aber immer noch knapp 4 Stunden Zeit, ins Ziel zu kommen. Allerdings gab es hier eine Streckenänderung zu meinem bekannten und das war die Unbekannte.

Ich pausierte ausreichend, setzte mich sogar auf einen der bereitgestellten Stühle. Perfekt. Zwei Apfelsinen, 3 Bananenstücke und eine Smoothie Flasche voll Cola kippte ich in den müden Körper. Diese war vom Start an meine einzige Trinkreserve. Vielleicht hätte ich mir noch ein paar Tröpflein Wasser mitnehmen sollen :-; Nichts läuft perfekt und für die knapp zwei Stunden bis zum ersten Süffelstand war es nicht so aufregend, wie es klingt.

Das folgende Teilstück hatte mir ein wenig zugesetzt. Ich war ein wenig angemüdet, muskulär gesehen. Das würde vergehen. Jetzt war es einfach. Nur 200 hm hoch und bei km 37 dann befestigter Boden zum Laufen.

Nach dem Bauchvollschlaging gings auch wieder los. Da es im Kloster Lluc wieder Funk Feld fürs Handy gab, wollte ich erst mal die heimischen Bodencrew mit einem Anruf erschrecken. 😊 Nein, Spaß beiseite. So ein Anruf ist schon was Nützliches, für die die zuhause bleiben müssen.

Schnell waren die wichtigen Themen zum Lauf ab gelabert und es ging, nun mit kurzem Laufshirt, das sich nach verstauen des langen Sweetshirts zeigte, weiter bergan. Meine zwei sprachgewandten Mallorquinerinnen waren auch wieder da. O.K. Irgendwer wird schon das Tempo anziehen. Ich hoffte auf den downhillen ich gut konnte ohne Stöcke. Kommt Zeit, kommt Rat.

Vorerst aber musste ich den Vietnamesen vom Voranreisetag ins Gebüsch bringen. Puh. Völlig ansatzlos den Bröckelhusten (sorry) bekommen. Alles gut, die Restenergie also jetzt auf dem Weg.

Weit war es ja nicht mehr. Gut zweieinhalb Stunden rechnete ich. Über eine geile Endzeit wollte ich jetzt noch nicht nachgrübeln. Vielmehr beschäftigte mich die Wegführung. Irgendwie fehlte mir ein Stück Asphalt (aus der Erinnerung). Stattdessen schlugen wir uns (danke dem Fotographen für die Wegweisung) auf Singletrail durch den Wald. O.k. Kannst machen nix. Dort, wo ein Flatterband hängt, wird entlanggelaufen. Und die hatten den ganzen Wald vollgehängt damit.

Stepp by Stepp zum Ziel. Die Finca Binifaldo musste irgendwann kommen dann kommt Kieselweg, Waldweg, Ortsverbindungsstraße und Ziel.

Irgendwo an einer Finca (muss ich noch mal nachgucken) verließen wir den Wald und folgten dem Asphalt der Zufahrtsstraße bergab. Der Höhenmesser sagte 599 m. Bei 602 sollte die Finca sein. Passte also perfekt.

Endlich die kam sie, die Binifaldo Hütte und hinter ihr der Kieselweg. Erst mal essen und trinken und für den Downhill durch den Wald stärken. Uns erwarteten lose Steine (wer hätte es erwartet?), Wurzeln, festgewachsenen Steine und zum Schluss ein verblockter Abstieg zu Ortsverbindungsstraße einer kleinen Siedlung. Dieser Streckenabschnitt war noch so präsent. Irre.

Gleich zu Beginn des Waldes lief ich auf die ah sie dann bis zum Ziel auch nicht wieder. Es wurde überholt und rücküberholt und irgendwann nur noch überholt. Die paar Läufer, denen ich nun die rückwärtige Rennabsicherung übergab. Das Ziel war in greifbare Nähe gerückt. Diese (mittlerweile, da unvorbereitet) nervenden Steinwege würden ein Ende haben. Bergab konnte man gut tippeln, wenngleich eine pace anders ist, aber wandern wäre auch anders gewesen.

Ich erreichte die Verbindungsstraße nach 36,7 km. Es sollte noch 6 oder 7 Kilometer von hier sein, glaubte ich mich zu erinnern.

Erst mal durchgängig laufen. Das fehlte mir bei dem ganzen Gehoppel, Gesteige und Gehüpfe auf den letzten Kilometern. Die Sonne hatte jetzt volle Angriffsfläche. Alles gut. Jede Baumgruppe wurde für ein wenig Schatten benutzt.

Zeit, an einer geilen Endzeit zu rechnen

Dann kam das letzte Tief, dass mich abwechselnd 200 laufen und 20 m gehen ließ. Mittlerweile waren wir aus dem kleinen Vorort verschwunden und folgten dem Bachlauf eines (mir) unbekannten Flüsschens. Schön, schön geröllig von Zeit zu Zeit. Nur, dass man Entzugserscheinungen zeigt. Zum Ende dann noch mal eine Trockenmauer hochklettern und durch einen gepflegten „Steingarten“ laufen.

Endlich der Abzweige auf das letzte Sträßchen vor Pollenca. Die Garmin speicherte den 42. Kilometer. Nun wurde nur noch gerannt. Als wir den Wald verließen hatte ich das mit der geilen Endzeit auch endlich in der Reihe und arbeitete drauf hin.

Laufen war angesagt, permanentes laufen, nur keine Schwäche mehr erlauben. Ab ins Ziel. Am Kilometer 43,6 sagte uns ein freundlicher Polizist, dass es noch ein Kilometer bis ins Ziel ist. Soooo weit und dann Asphalt. Also „Lauf, Forrest lauf“.

Das beruhigt. Also nochmal ein bissl Zwischengas … Und es passte trotz der 400 m mehr dann ganz gut.

Nach 8:17 Stunden

war ich im Ziel (7:77h)

Danke für ein wunderschönes Läufchen, dass trotz der Kürze alles hat, was einen Trail-Running-Tag einzigartig machen kann.

Heute, zwei Tage danach tut alles weh, was man unterhalb der Hüfte so hat. Vielleicht waren die 21 km vom Sonntag doch ein bissl viel. Egal, ausruhen kannste dich zuhause.

Nach dem Zieleinlauf in der Sonne rumstuhlen …

Bilder gibts, wenns Bilder gibt und ich den html-Fehler meines backens suchen will. Und es gibt tolle Bilder.

Ergebnisliste gibts hier: Ergebnisse 2019