Na bitte, es geht doch (doch).

Da ich gestern trainingsfrei hatte, war mir das Wetter auch ganz schnuppe. Es gab mir allerdings schon zu denken, als ich gestern Abend kurz vor Malchin die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Es herrschte schwerstes Schneetreiben. Kurz vor meiner Heimat hatte es sich zum Glück wieder beruhigt. Der heutige, morgentliche Fensterblick verhieß auch nichts Gutes.

Das Bimetall im Schlafzimmer war bei -10°C festgefroren und die Straßen von einer leichten „Zuckerschicht“ überzogen. Doch der Wetterfrosch saß heute auf der obersten Leitersprosse in seinem Glas und so hatte sich alles bis zum abendlichen Intervalltraining zum Besten verkehrt, gekehrt oder einfach gewendet. Also… Alles war gut.

Endlich konnte ich wieder auf der Tartanbahn laufen. Die liebe Sonne hatte bis auf eine klitzekleine Stelle dem Schnee der Garaus gemacht. Alles bestens für die 10 x 1000m im 10 km Renntempo.

über 30 Runden waren zu absolvieren

Ich war heute wirklich gut drauf, was sicher nicht unwesentlich dem herrlichen Sonnenschein zu verdanken war. Selbst auf die Gefahr, am späten Abend nichts mehr zu sehen, zog ich die Sonnenbrille an. Herrlich. Selbst das eine Grad unter Null war kaum zu spüren.

Nach meiner kurzen Runde durch die Weststadt lief ich im Stadion ein und begann sogleich mit der Tagesaufgabe. Der Kilometer sollte in 4:12 min/km gelaufen werdem. Ich hatte es ja bereits am vergangenen Samstag trainiert und so traf die erste Zielzeit mit 4:09 min fast ins Schwarze.

Das beste daran, es sollte so weitergehen. Mit 4:08 und 4:10 wars konstant, wie gewohnt. Die nachfolgenden 2 Zeiten fallen mit 4:05 und 4:14 nach oben und unten etwas aus dem Rahmen.

Nach der Halbzeit verspürte ich gar keine Müdigkeit. Meine Muskulatur fühlte sich gut an und auch der Puls sank in dem Ruheintervall recht zügig auf den 70-er Wert. Ich muss zugeben, zwischendurch an die Reduktion der Intervallanzahl gedacht zu haben. Laut Trainingspaln steht es mir zu, die Einheiten auf 8 zu kürzen. Doch mein biologisches Alter erfüllt das Kriterium noch nicht, also wurde weiter gekämpft. Den Citylauf in 2 Wochen vor Augen, das motiviert natürlich zusätzlich.

So setzte sich die gute Serie fort. Mit 4:10, 4:08, 4:11 und abermals 4:10 konnte es nicht besser laufen. Der letzte Tausender war mal wieder ein kleiner Ausreißer. Doch die 4:14 sind ja nun auch nichts, worüber ich mir ernsthaft Sorgen machen muss.

Wie der Adam Ries unter uns bereits errechnet hat, ergibt sich ein Mittelwert von 4:10 min/km. Läuferherz, was willst Du mehr? Ich war happy. Noch besser das Trainingsdiagramm mit Schrittfrequenz.

Das ist doch mal ein Sägezahn

Damit habe ich mir meinen morgigen RECOM-Tag redlich verdient, an dem geschwommen werden soll. Na mal schauen, was da so geht. Nun habe ich natürlich wieder Oberwasser, nach den beiden letzten erfolgreichen Trainingseinheiten. Am Sonntag ist dann der zweite 35-er angesagt. Endlich mal wieder ein bisschen die Beine vertreten.

Bis dahin, immer schön fit bleiben und keine handbreit Schnee unterm Joggingschuh.