Es gibt so Tage.

Es sollte ja am heutigen Tag ein Super Wetter werden. So die Theorie und so der Wetterfrosch.

Der Morgen ließ nichts Gutes hoffen. Es schneite und das Thermometer zeigte 5°C unter Null. Dieser verdammte Winter ist in diesem Jahr aber auch hartnäckig.

Als ich dann am später Nachmittag nach Hause fuhr, hatte sich die Außentemperatur zwar auf -2,5 °C hochgekämpft, der kalte Nordwind wehte jedoch immer noch. Außerdem war es ein wirklich diesiges Wetter.

So zog ich heute mal 2 lange Laufzwirne an und behütete mich auch winddicht, mindestens Ohren verstecken, war angesagt.

Die 2 Kilometer einlaufen ließen meine Beine langsam in Stimmung kommen, um dann auf die 12 Kilometer im MRT zu gehe. Bis zur Halbzeit war alles noch ganz gut. Ich hatte mich bei nem 4:45-er Schnitt eingepegelt und mir die profilierteste Strecke rausgesucht. An die 25 Hm, mehr gibts hier fast nicht für die notwendige Distanz. Doch der „OEM“ fordert Hügeltraining, den gerade in seinem ersten Teil sind doch einige Anstiege zu bewältigen. Das tut es Not, das man dem Herzilein zeigt, wie der Puls nach dem Anstieg wieder runter kommt.

Im Gegensatz zur vergangenen Woche mit doppeltem Höhenunterschied, sind hier die Anstiege auf kürzerer Distanz. Und einer dieser ereilte mich gleich hinter Rottmannshagen. Der Puls gings gleich auf die 90% hoch und hatte sich im anschließenden Bergabstück wieder auf den Wohlfühlwert gesenkt. Doch dann gings wieder 20 Hm hoch. Da spürte ich mein Unterschenkel schon recht heftig. Mein Tempo musste zwangsläufig geringer werden, doch nicht dramatisch. An jeder nun folgenden Steigung hatte ich mit mir zu kämpfen, dass ich über 4:55 min/km blieb. Endlich gings hinter Jürgenstorf berab. Diese 500m waren ein wirkliche Erholung. Als ich dann auch Pribbenow passiert und nur noch 1500 m bis zum Ende des Tempolaufes zurückzulegen hatte, war noch mal der letzte Wille gefragt. Der letzte Kilometer ging mit 4:46 min/km noch mal auf die Habenseite.

Alles in allem war ich nach den 58 min im MRT fix und foxy – muskulär gesehen. Nachdem ich 250 m langsamst gegangen war trabte im 7 min Tempo nach Hause und fiel förmlich in die Badewanne.

Wenn das, was jetzt alles weh tut, Muskeln werden … na dann wirds werden. Morgen kann ich mich ausruhen. Das habe ich aber nach der heutigen Einheit auch bitter nötig.

Ich kann aber nach der Auswertung am heimischen PC recht zufrieden sein. Die Schrittfrequenz lag im Schnitt bei 85 und der Durchnittspuls für die 4:50-er Pace bei 85% HFmax. Besser kanns eigentlich nicht sein – 6 1/2 Wochen vorm Marathon. Kopf hoch – Das Training war anstrengend, aber effektiv und ich hab die Vorgaben geschafft – Läuferherz, was willst Du mehr?