Endlich Urlaub.

Die letzte Arbeitswoche vorm (verdienten) Herbsturlaub verging wie im Fluge.

Am Donnerstag musste ich noch mal auf große Reise. Die Abendgestaltung des Tages war noch etwas unklar, sodass ich auf Nummer sicher ging und die Trainingseinheit auf den Morgen verlegte. Also hieß es zeitig aufstehen, um mit Stirnlampe bewaffnet die 5 km Intervalle in Angriff zu nehmen.

Ich hatte mir bezüglich des Wetters einige Sorgen gemacht. Doch der Morgen brachte die erhoffte Temperaturerhöhung. Während ich am Mittwoch noch „Scheiben kratzen“ durfte, empfing mich der Laufmorgen bei 6°C. Mit Trinkrucksack und Stirnlampe bewaffnet begrüßte ich den neuen Tag.

Ich hatte die Erwärmung schnell hinter mich gebracht, die Lampe endjustiert und auch die Streckenführung festgelegt. Ich wollte meine Frühjahrs-MRT-Trainingsstrecke mehrfach durchlaufen. An diesem Morgen stand nicht der landschaftliche Reiz oder der geliebte Rundstreckencharakter des Parcours im Vordergrund, sondern die Gleichmäßigkeit des Geläufs. Jetzt wirds also ernst!

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Kurz vor Neubauhof startete ich den MRT-Test. Die nächsten 5 km wollte ich im angestrebten Renntempo laufen.

Mein aktueller Trainingsplan war ja ein 3:15-er, so dass die endgültige Pace nicht ganz passte. Nach meinen letzten Testläufen liege ich nun eher bei 3:25 Std. . Also schätze ich auf 4:54-er Tempo. Der Außerstehende wird sich jetzt fragen, warum so ein krummer Wert? Dagegen weiß der geschulte „Brotkasten“-besitzer Bescheid. Nach Eingabe der 5 km Zielzeit von 24:30 min errechnet der Armcomputer so was.

Gesagt getan. Ich sockte nach Rottmannshagen und folgte dort dem Weg nach Zettemin. Nach 24:50 min waren die 5 km zu Ende und ich hatte mit ner 4:56 Pace das Zieltempo schon ganz gut getroffen. Ich trabte und ging und ging und trabte, um das 2. Intervall mit guten Vorsätzen zu starten. Ich lief den bekannten Weg zurück und es kam, wie es kommen musste:

Ich war nach 24:37 min fertig. Irgendwie hatte sich meine innere Uhr umgestellt und das Tempo passte nun perfekt. Wieder hatte ich das Anrecht zur Trabpause erlaufen. Die Kopflampe konnte ich nun verpacken, denn die Sonne hatte den Horizont überschritten. Mein altes Läuferknie machte auch wieder mit, kaum Schmerzen. Und beim Laufen ja sowieso nicht. Also wird es wohl wieder, wie im letzten Jahr, bis km 30 halten und dann Panik verbreiten. Ich werds ertragen (müssen).

Ich „rannte“ zurück nach Pribbenow, folgte der Dorfstarße zum Zwergenwald und genoss den Morgen am Waldrand Richtung Stavenhagener Westadt. Mir war es richtig unheimlich, als das letzte Intervall zu Ende und die Zeit 24:37 min anzeigte. Nein, ich hatte nicht vergessen zu drücken, ich war die gleiche Geschwindigkeit gelaufen. 4:54-er Pace, wie es sein soll. Na, siehste. Geht doch, doch!

Dass sich meine Pulswerte trotz relativer Kälte bei 85-86% HFmax hielten fand ich besonders toll.

Ich trabte nach Hause, hüpfte in die Wanne und dann konnte es mit ruhigen Gewissen auf die Reise gehen.

… Dresden, ich komme … Ich 8 Tagen stehe ich bereits in der Startaufstellung und ich werde schon ganz, ganz doll aufgeregt sein. Bis dahin gilts noch 66 km zu laufen. Überwiegend ruhig und laaaaangsam. Da ich aber Urlaub habe, kann ich mich auch mental so richtig optimal vorbereiten. Es soll endlich klappen, mit der 3:30 Std. Grenze.