Marathon des Sables 2019

Marathon des Sables – Das Triple (sogar in Folge)

Den besonderen Reiz eines Wüstenlaufes kann man nicht beschreiben, man kann ihn nur erleben und entscheidet dann für sich. Der eine liebt es, der andere hasst es. Kein Ratschlag ist passend. Für mich selbst ist dieser Lauf in der Sahara mit nichts vergleichbar. Ob es der Minimalismus, mit dem man sich arrangieren muss, des Leben im Camp, die Faszination der Landschaft, die physische und vor allen Dingen mentale Auseinandersetzung mit sich selbst ist. Eine Kombination aus vielen Komponenten, die man nicht trainieren kann.

Marathon-Etappe 2018 … Kilometer 40

Sicher stellt sich eine gewisse Routine in der Vorbereitung ein. Meine Pack- und Verpflegungslisten sind fertig. Ich könnte sofort aufbrechen, ohne mir über dieses Thema Gedanken machen zu müssen. Während vor der ersten Teilnahme dies wirklich sehr, sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Was es reizvoll macht und in dieser Form auch nie wieder kommen wird.

Mehr braucht es nicht … Mehr gibt es nicht. Zelt 18 (2018) … Privatsphäre auf 2×1 Meter

Dennoch weiß man nicht, ob man es schafft. Die Distanzen klingen machbar, die Höhenmeter minimal. Aber Wüste ist anders. Ganz anders. Der große Sandsturm im letzten Jahr hat mich (noch mehr) Demut gelehrt. Wenn Du nachts im Zelt liegst, dich an der „Zeltplane“ festhälst, die über deinem Körper liegst, „draußen“ ein Sandsturm durch das Lager fegt … solche Gedanken, wie in dieser Nacht, hatte ich noch nie und nur eines war klar: Das musst du jetzt aushalten, wie all die anderen 1000 Läufer und 700 Volontaire im Camp. Im Zelt herrschte extreme Ruhe. Acht Läufer wissen nicht, was passiert. Kaum ein Laut, durchdrang die Nacht. Nach 2 Stunden war der Spuk vorbei, nachts 1:00 Uhr in der Sahara. Der Morgen danach ein ernüchternder. Einige, nicht aus unserem Zelt, hatten ihre komplette Ausrüstung verloren, das Zelt war an den freien Stellen mit soviel Sand bedeckt, dass der Teppich nicht mehr zu erkennen war.

 

The show must go on. Aufstehen, Morgenroutine, Sand abspülen erst am ersten Checkpoint. Denn Wasser ist kostbar. Nur eine kleine Episode aus dem Alltag in der Wüste.

Laufzeit spielt irgendwie überhaupt keine Rolle. Man läuft, wie es geht und es muss 240 km gehen. Da spielt die Wüsten-„Erfahrung“ eine große Rolle. Auch Etappenläufe in menschenfreundlicher Umgebung helfen nur bedingt. Wenn du morgens aufbrichst, weißt du nicht, was 5 Stunden später passiert. Entweder es ist heiß oder es weht Wind. Dehydrieren tust du immer!!! Pläne sind in der Sahara nicht wirklich was wert, niemals in Gänze umsetzbar.  

Was gibts sonst noch 2019? Meine Reisen und sonstigen Ausflügeleien gibts hier.

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