Einer fehlt noch zum Quartett – Transvulcania 2018

Nach mehreren erfolgreichen Starts auf der Vulcaninsel, „Europas höchster Insel auf die Grundfläche berechnet“, habe ich für dieses Jahr meinen erneuten Start in den Laufkalender geschrieben. ( 201320142015 )

Mit der Insel verbinden sich viele wunderbare Erinnerungen. Ich glaube, es ist mein 16. Inselbesuch überhaupt. Vom einwöchigen Aufenthalt bis zur (knapp) dreiwöchigen Inselumrundung mit 25kg schwerem Rucksack (guckst du hier – damals noch per Handy geschriebene Beitrage auf die website hochgeladen 🙂 ) war alles dabei. Mit und ohne Mietwagen. Mit und ohne Laufschuhe. Mit und ohne Familie. Dier Insel kann viel über uns, über mich erzählen. Mein erster Ultratrail wurde hier gelaufen. Es ist und bleibt ein Stück Erinnerung, die gern aufgefrischt wird.

Somit werde ich am kommenden Samstag erneut in den Atlantik reisen. Bereits meine 4. Reise in diesem Jahr nach Kanarien. Besser ist das. Das Leben ist zu kurz oder nicht mehr lang. Egal. Wenn man es kann, soll man es tun. Ich tue es.

Die Laufstrecke hat nun wohl ihre endgültige Konfiguration erhalten. Knapp 75 Kilometer werden vom Faro de Fuencaliente bis nach Los Llanos de Aridane gelaufen. Einmal über das Dach der Insel. Beginnend auf dem vulkanischen Teiler Insel bis nach El Pilar. Kilometer 23,xx wird hier erreicht und die ersten 2500 Höhenmeter sind in den Beinen. Nun erfolgt ein wenig Erholung hinüber zum Reventon Pass. Von hier gehts durch den Wald hindurch aufs Dach der Insel. Den Rundweg um den größten Senkkrater der Welt. Erstmals werden kurz vor dem Roquen-Refugio (Refugio del Punta de Los Roques) erstmals die 2000 hm erreicht. Hier oben beginnt dann auch der „Grill“. Auf freiem „Feld wird zum höchsten Berg der Insel, den Roque des Los Muchachos (2426m) hinüber gelaufen. Der Löwenanteil des 4300 hm Aufstieg werden hier oben nach 51 km geschafft sein. Nach gemütlichem 😉 Jogg zum Pico Chico wird sich dann auf ca 15 km auf Meereshöhe gestürzt. Trail vom Feinsten, der so manchen Teilnehmer zur Verzweiflung bringt. Geröll, lose Felsen und Karrenwege mit Steinspinging ohne Ende ziehen Dir die letzte Kraft aus den Beinen. Sahnestück der Downhill vom Funkturm El Time zum Strand in El Puerto (Puerto de Tazacorte). Nun sind es noch ganze 5 km, die dich vom Ziel trennen. Durchs ausgetrocknete Flussbett der Angustia gehts durch Bananenplantagen noch mal 400 hm ( auf 2km) nach Los Llanos hinauf. Wer bis hierher nicht völlig am Ende ist, ist selbst Schuld. Das Schaulaufen kommt auf dem 2 km langen blauen Teppich (Radweg) bis ins Ziel.

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Jeder Läufer wird von hunderten Zuschauern ins Ziel geklatscht. Das schwitzt das Auge. Und wenn Du dann endlich im Ziel bist, nach diesem halbtägigen Inselritt, wirst Du mehr als zufrieden sein mir Dir und dem Erlebten und hast vielleicht eine Insel ins Herz geschlossen, von der Du bisher nur gelesen hast.

Am Donnerstag vor dem Ultra gibts noch einen kurzen Vertikal. Hier wird von El Puerto zum Torre del Time gerannt. Immer an der Abbruchkante der Caldera entlang (nicht auf dem Wanderweg!) bis auf 1200 Meter. Knapp 7 Kilometer wird man gelaufen, geklettert, gekrochen sein. Für mich hier der 3. Start, denn in 2013, meinem ersten Start, gabs das race noch nicht. Die Creme de la creme der Vertikal-Laufszene Europas wird am Start sein. Und der unbedeutende europäische Trailrunner mittendrin.

Rock’n Roll auf der Isla Bonita. In 7 Tage bin ich bereits vor Ort. Yess.

 

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